Geschwisterarbeit mit dem Projekt „Hänsel und Gretel“

Vertraut, freundschaftlich, distanziert – die Beziehung zu Geschwistern kann ganz verschieden sein. Fest steht allerdings, dass Geschwister ein Teil der Familie und damit fest mit dem eigenen Leben verbunden sind. Auch in der alltäglichen Praxis der Kinder- und Jugendhilfe sind Geschwister präsent, das Thema „Geschwisterkinder“ wird von den Jugendhilfeeinrichtungen jedoch nur selten als eigenständige Aufgabe wahrgenommen. Auch wenn die Geschwisterarbeit erwünscht ist, wird sie in den seltensten Fällen gefördert. Das führt soweit, dass sich Geschwisterkinder teils über Jahre hinweg nicht sehen – genau hier wollen wir uns einmischen.


Positive Geschwisterbeziehungen beeinflussen und prägen sowohl die Persönlichkeitsentwicklung als auch das Sozialverhalten eines Kindes. Besonders in ungünstigen, defizitären Familiensystemen kann die Beziehung zu den Geschwistern als wichtige Ressource wirken und genutzt werden – Geschwisterkinder können sich gegenseitig beschützen, für mehr Stabilität im Leben sorgen und füreinander die wichtigsten Bezugspersonen sein. Anwendbare Konzepte für die Kinder- und Jugendarbeit ebenso wie wissenschaftlich fundierte Forschungsarbeiten gibt es zum Thema Geschwisterarbeit bisher jedoch kaum, und genau hier setzen wir an.

 

Unsere Ziele, die wir mit dem Geschwisterprojekt „Hänsel und Gretel“ verfolgen:

  • Die Beziehung unter den Geschwistern mit Besuchen und gemeinsamen Unternehmungen erhalten, begleiten und positiv beeinflussen.
  • Wissenschaftliche Begleitung des kontroversen Themas „Unterbringung gemeinsam oder getrennt“.
  • Entwicklung eines praxisnahen Konzepts und einer wissenschaftlichen Arbeit zum Thema Geschwisterbeziehungen, die wir kostenfrei über unsere Website teilen.

Bisherige Unterstützer*innen

Wir bedanken uns bei der Barbara und Wilfried Mohr-Stiftung für die bisherige Unterstützung bei der Durchführung des Pilotprojekts im August 2020.

Aufgrund der aktuellen Entwicklung der Covid19 Pandemie und der daraus folgenden Kontaktbeschränkungen haben wir das Projekt aktuell pausiert.

 

Neue Konzepte

20 %

Veröffentlichung neuer Konzepte und Maßnahmen zur Förderung der Geschwisterbeziehungen.

Wissenschaftliche Evaluation

20 %

Verschriftlichung der wissenschaftlichen Erkentnisse

Praxisprojekt

30 %

Durchführung und Planung von Geschwisterbesuchen und -aktionen.
Wissenschaftliche Begleitung der Treffen.

Konzeption und Pilot

30 %

Dank der freundlichen Unterstützung der Mohr Stiftung konnten wir in der Pilotphase erste Besuche durchführen und die wissenschaftliche Begleitung des Projekts vorbereiten.

40 %